Yacht sinkt im 60 Knoten Orkan – Ein Segler verstorben

Sieben Jahre lang segelte Stuart Pedersen mit seiner Familie um die Welt. Diese Erfahrung half ihm nicht, das maximale Unglück mit seiner 47 Fuß Bénéteau zu verhindern.

Die Neuseeländische Segel-Community betrauert den Tod von Stuart Pedersen, der am Montag auf See ums Leben kam. Er war mit einer dreiköpfigen Crew auf seiner 47 Fuß Bénéteau in einen Sturm geraten, der in den Bay of Islands im Norden von Neuseeland bis zu 60 Knoten erreicht haben soll. Fernsehberichte sprechen von bis zu neun Meter hohen Wellen im fraglichen Gebiet.

Es sollen Wetterwarnungen gesendet worden sein, und so ist es unklar, warum Pedersen offenbar von den extremen Bedingungen überrascht wurde. Aus noch unbekannten Gründen hat es einen starken Wassereinbruch gegeben, und das Schiff lief voll. Die Crew wollte das Schiff rechtzeitig verlassen, aber die Rettungsinsel ging verloren.

Sie konnte noch rechtzeitig einen Notruf an das neuseeländische Maritime Rescue Coordination Centre absetzen, aber der Orion-Hubschrauber lokalisierte die im Wasser treibende Crew erst nach fast zwei Stunden.

Die Retter brachten eine Seenot-Insel aus, die von zwei Seglern bestiegen werden konnte. Dann begann das Aufwinsch-Manöver. Pedersen konnte nur tot geborgen werden, ein Segler befand sich in kritischem Zustand, den beiden anderen ging es den Umständen entsprechend besser. Sie konnten zügig aus dem Krankenhaus in Whangarei entlassen werden.

Sie haben sich noch nicht dazu geäußert, wie es zu dem Unglück gekommen ist. Denn es ist ein Rätsel, wie ein so erfahrener Skipper wie Pedersen in Bedrängnis geraten konnte. Der Sohn eines dänischen Vaters hatte eine gewisse Bekanntheit erlangt, als er mit seiner Frau und zwei Kindern bis 2007 sieben Jahre lang um die Welt gesegelt war, bevor er sich im neuseeländischen Tauranga am Mount Maunganui niederließ.

Seitdem segelte er unter anderem Tornado und baute in seinem Club eine Junioren-Windsurf-Flotte auf, unternahm aber immer wieder längere Törns mit seiner sturmerprobten 47 Fuß Bénéteau. Zuletzt segelte er in Tonga und Fidschi und war dabei, das Schiff zurück zum Heimathafen zu bringen. Freunde beschreiben ihn als “brillianten Segler”. Umso rätselhafter ist es, wie dieser tragische Unfall passieren konnte.