Weltmeisterschaft: Segler beim letzten großen Stopp vor Olympia

Schon seit einigen Wochen befindet sich die Segel-Elite in Australien, ab Sonntag geht es in Melbourne um Edelmetall.

Am Montag wurde die ozeanische Meisterschaft beendet. Es war der letzte Test vor der Weltmeisterschaft, die am Wochenende startet. Vor Melbourne sind sieben österreichische Boote im Einsatz.

Darunter vier mit burgenländischer Beteiligung: Die Olympiadritte von Rio, Tanja Frank, und Lorena Abicht starten im 49erfx-Bewerb, genau so wie Angelika Kohlendorfer und Lisa Farthofer. Im Nacra 17-Bewerb geht es für den Bronzemedaillengewinner von 2016, Thomas Zajac und die Neusiedlerin Barbara Matz um Medaillen. Ebenso am Nacra17-Start das burgenländische Youngster-Duo Laura Farese und Matthäus Zöchling.

Zurück zur Ozeanischen Meisterschaft. Dort war die enorme Hitze von über 40 Grad Celsius eine echte Herausforderung für die Sportler. Das Duo Zajac und Matz kam damit aber richtig gut zurecht. Die Nacra17-Segler sicherten sich vor Geelong Rang zwei und feierten damit eine gelungene Generalprobe für die Weltmeisterschaft. Mit zwei Top-3-Ergebnissen schaffte das OeSV-Duo am Schlusstag den Sprung auf das Podest. Zudem gewann das zweite Nacra-17-Boot mit Laura Farese und Matthäus Zöchling die U23-Wertung.

„Wir können den Stellenwert der Regatta natürlich einschätzen. Es ist aber immer gut zu sehen, dass wir alle schlagen können“
Thomas Zajac, Nacra17-Steuermann

„Es ist cool mit dieser gelungenen WM-Generalprobe in das neue Jahr reinzustarten. Es waren sehr anspruchsvolle Bedingungen über die gesamte Regatta, wir haben uns mit jedem Tag weiter steigern können. Heute ist uns recht viel aufgegangen, unsere Starts waren auch besser. Wir können den Stellenwert der Regatta natürlich einschätzen. Es ist aber immer gut zu sehen, dass wir alle schlagen können“, weiß Olympia-Bronzemedaillengewinner Zajac.

Ende November meldeten sich Zajac/Matz nach der Verletzungspause des Wiener Steuermanns mit einem dritten Platz bei den Ozeanienmeisterschaften 2019 vor Auckland eindrucksvoll zurück. Nun bejubelten die Österreicher den zweiten Podestplatz nach dem Comeback. „Wir sind mit unserer Leistung zufrieden. Wir haben hart trainiert, an der Technik gearbeitet und vieles in den Rennen umsetzen können. Es ist wichtig, dass wieder ein Lernprozess stattgefunden hat“, berichtet Vorschoterin Matz.

Im 49erFX waren die österreichischen Teams am finalen Regatta-Tag nicht im Einsatz. In der Goldflotte wurden zwar drei Rennen ausgetragen, Kohlendorfer/Farthofer konnten aber aus gesundheitlichen Gründen (Vorschoterin Farthofer ist krank) nicht an den Start gehen. Aufgrund der Starkwind-Bedingungen wurden in der Silberflotte keine Rennen durchgeführt. Damit beendeten Frank/Abicht den Bewerb auf dem 24. Platz.