Triumph für Segler vom Yachtclub Möhnesee: Aufstieg in die 2. Liga

Glücksburg – Am Ende war es ein hauchdünner Vorsprung. 0,2 Punkte trennten die Segler des Yachtclubs vom Möhnesee (YCM) von der Segler-Vereinigung aus Wuppertal. Doch es reichte. Die Jungs vom Möhnesee treten im kommenden Jahr in der zweiten Segel-Bundesliga an.

Der DSL-Pokal in Glücksburg fungierte als Relegations-Turnier. Die Absteiger aus der 2. Segel Liga traten gegen aufstrebende Segelclubs an. „Ehrlich gesagt, sind wir nur zum Spaß hingefahren“, verrät Lennart Riskop. Die Jungs des YCM hatten sich Ende Juli in Travemünde für den DFL-Pokal qualifiziert. „Wir hatten uns kleine Hoffnungen gemacht, aber dass es so gut klappt, hatten wir nicht erwartet“, so Justus Trompeter.

Dabei musste das Team vor dem Pokal umstellen. Max Schall, der in Travemünde dabei war, stand nicht zur Verfügung. Ihn ersetzte Michael Kreutzmann. „Er ist ein sehr guter, erfahrener Segler“, so Riskop. Kreutzmann übernahm die Position des Steuermanns. Gemeinsam mit Riskop, Trompeter und Tim Gröger bildete er ein starkes Team, das sich auch vor der Konkurrenz nicht verstecken brauchte.

„Es waren sehr viele gute Segler dabei. Aber von Rennen zu Rennen haben wir mehr Selbstvertrauen gewonnen. Unser Aufstieg ist nicht unverdient und wir sind sehr glücklich darüber“, so Trompeter.

Das Team vom Möhnesee war zudem eines der jüngeren auf dem Wasser. Abgesehen vom 30-jährigen Kreutzmann war der Rest der Besatzung unter 20, während der Großteil der Konkurrenz zwischen 25 und 30 Jahren alt war. Doch das Defizit an Erfahrung hat sich nicht negativ ausgewirkt. „Auf dem Wasser hat eigentlich alles geklappt. Es gab ein paar schwierige Situationen, mal war Pech im Spiel. Wir haben ein paar doofe Platzierungen eingefahren, die haben wir aber schnell wieder bereinigt“, so Riskop.

Für den Aufstieg hat es auf alle Fälle gereicht. Doch nach dem Aufstieg kommt die zweite Segel Liga und die wartet mit starker Konkurrenz für die jungen Segler auf. Die Vorbereitungen und Planungen laufen bereits. Da die Mannschaft auch weiterhin in der Junioren Segel-Liga antreten will und wird, wartet zudem eine Doppelbelastung. „Die Junioren Segel-Liga kommt in Club gut an und gibt dem Nachwuchs eine Chance, sich zu beweisen“, so Trompeter.

Um in der kommenden Saison mithalten zu können, soll der Kader wachsen. „Wir brauchen erfahrene Leute, von denen wir lernen können. Da gibt es einige im Yacht-Club Möhnesee“, so Trompeter. „Es sind immer vier auf einem Boot. Idealerweise haben wir in der kommenden Saison zwei komplett eingespielte Teams, die man bei Bedarf austauschen kann, plus Ersatz. Zwölf Leute wären optimal.“

Am Freitag will die Mannschaft ihren Aufstieg feiern. Danach ist Winterpause. Trainieren will das Team ab dem kommenden Frühjahr. Gemeinsam mit dem Heinz-Nixdorf-Verein soll über ein frühes Trainingslager auf wärmeren Gewässern gesprochen werden.

Und wenn die Saison der zweiten Bundesliga beginnt finden dort auch Duelle zwischen den beiden Segel-Teams vom Möhnesee statt. Die lokale Rivalität zwischen dem Westfälischen Yachtclub aus Delecke und dem Yacht-Club Möhnesee gelangt so auf eine neue Stufe. Justus Trompeter und Lennart Riskop freuen sich darauf.