So feiern die Wasserburger Segler Geburtstag

Genau vor 50 Jahren haben fünfzehn Wassersportbegeisterte in der damaligen Weinstube Caprano den Wasserburger Segler-Club (WSC) gegründet, damals unter Erich Otto Krebs und Hannes Fischer. In den vergangenen 25 Jahren verweist der WSC auf eine ziemlich konstante Mitgliederzahl von 180 Vereinsmitgliedern, der WSC bereichert so die Wasserburger Vereinsszene. Auf der Nikolausfeier, die gleichzeitig auch die Geburtstagsfeier des Vereins war, führte Vorsitzender Swen Hagelstein durch die Geschichte des Vereins. Und natürlich waren auch die aktuellen Probleme Thema.

Der WSC hat die Jugendarbeit immer großgeschrieben, wie Hagelstein erzählte. 1970 schaffte der Verein das erste Jugendboot an, später auch sportlichere Boote, beispielsweise zwei Warrier. Die jungen Vereinsmitglieder lernten damit nicht nur das Segeln an sich, sondern fuhren auch zahlreiche Regatten, darunter internationale. Nach und nach wurde auch eine Opti-Gruppe gegründet und Katamarane angeschafft. In den 90er-Jahren startete die Jugendgruppe unter dem damaligen Jugendleiter Derrick Mayer auf einwöchige Jugend-Turns ins Mittelmeer und lernte so neben dem Regattasegeln auch das Fahrtensegeln. Aktuell wird die Segel-Jugend durch ein Dreiergestirn betreut, das aus Enrico Phillip, Klaus Timpe und Andre Schweighofer besteht.

Auch eine Club-Yacht haben die Vereinsmitglieder über die Jahre immer wieder diskutiert, allerdings nur über kurze Strecken realisiert. Club-Mitglied Uli Dölzer stellte dafür dem Verein aber ein schnittiges Renn-Boot – eine Melges 24 – großzügig als Dauerleihgabe zur Verfügung. Die Vereinsmitglieder segelten und segeln es auf zahlreichen Regatten, und haben damit auch schon Sieger-Plätze errungen.

Hagelstein erzählte weiter, dass das Thema der Hafenerweiterung seit den frühen 70er-Jahren immer wieder vom WSC angestoßen wurde. So stieß der Verein 1973 beim damaligen Wasserburger Bürgermeister Rüdiger Glatzel und seinem Gemeinderat die Erweiterung des Wasserburger Hafens an. Der Antrag wurde aber abgelehnt, ebenso wie die zahlreichen weiteren Anträge, die es zur Verstärkung, Sicherung oder Erweiterung des Hafens gab. Zuletzt sei der Vorschlag des WSC, einen Wellenbrecher mit Steganlage im Hafen statt des Bojenfelds im Hafen und im Eschbach zu errichten, vom Gemeinderat abgelehnt worden.

Auch das Clubheim war natürlich Thema. Während der WSC in seinen Anfängen über kein Vereinsheim verfügte, traf man sich damals bei schönem Wetter auf der Hafenmole, auf dem Gästesteg oder auf den Booten, und bei schlechtem Wetter in Wohllebs Segelschule oder bei Hansel Bobinger im Strandbad, dem heutigen Freibad Aquamarin.

Eine Zeit lang hatte der Club sein Vereinsheim im Dachgeschoss des Nebengebäudes der Krone Dependance auf der Halbinsel und später im alten Morser Haus am Lindenplatz. Aktuell befindet sich das Vereinsheim in der Seekrone. Wie mehrfach berichtet, hat der neue Seekrone-Investor den Seglern nun gekündigt, sodass der WSC sich bis Ende 2020 ein neues Clubheim suchen muss. Der Kreis-Vorsitzende vom Sportkreis Lindau, Werner Fehr, überreichte Swen Hagelstein eine Ehrenurkunde zum Jubiläum.