Segel-Duo bereitet sich auf Olympia vor

Eigentlich wollten sich die „Fourty-Niner“-Segler Benjamin Bildstein und David Hussl in gut zwei Monaten bei den Olympischen Spielen in Tokio den großen Traum von einer Medaille erfüllen. Die Spiele wurden aber auf nächstes Jahr verschoben, wovon sich die Sportler aber nicht unterkriegen lassen.

Eigentlich wollte das Segel-Duo Benjamin Bildstein und David Hussl am Wochenende nach Japan reisen, um sich für die Spiele in Tokio vorzubereiten. Die Coronavirus-Krise hat aber auch ihren Plänen einen Strich durch die Rechnung gemacht, denn das Olympia-Abenteuer ist vorerst aufgeschoben.

„Ich glaub als Sportler und gerade auch als Segler haben wir gelernt mit schwierigen Situationen, die auf uns zukommen umzugehen. Wir kennen das ja auch vom Wasser, da kann auch einfach mal was daneben gehen oder der Wind macht etwas, was wir nicht erwartet haben. Dann gilt es das zu akzeptieren und daraus einfach das Beste zu machen“, sagt Hussl. Aufgrund so mancher Verletzung, hätten die Segler jedoch sehr wohl schon Erfahrungen mit Zwangspausen, scherzt Bildstein. „Wir werden auch jetzt einfach wieder weiter Gas geben und schauen, dass wir nächstes Jahr einfach noch besser sind, als wir jetzt schon sind“, zeigt sich der Segler selbstbewusst.

Trainingsmöglichkeit in Kroatien

Trotzdem ist die Freude bei den Weltranglisten-Ersten natürlich groß darüber, endlich wieder hinaus aufs Wasser zu dürfen. Die Tage am Bodensee bilden den Auftakt eines dreistufigen Trainingsplans. Für den Sommer ist auch ein Trainingskurs am Meer geplant, sofern es die Reisebeschränkungen zulassen. „Wir haben von Kroatien das Feedback bekommen, dass es dort sehr bald wahrscheinlich möglich sein wird, für so ein Training einreisen zu dürfen. Wir müssen uns dort dann halt untereinander quarantänisieren, aber es wäre eine Möglichkeit“, bleibt Hussl optimistisch.

Vorerst steht aber die Wiedergewöhnung an das Arbeitsgerät auf dem Programm. Der Bodensee eignet sich dafür perfekt, wissen die Wassersportler. „Es geht jetzt erst einmal darum das Feingefühl wieder zu bekommen, die Technik wieder einzuschleifen und das Zusammenspiel zwischen David und mir zu perfektionieren“, erklärt Bildstein. Vieles seien automatisierte Bewegungsabläufe, die es nun, bis die Regatten wieder starten, zu perfektionieren gilt.

Ziel für Olympia bleibt unverändert

Ihre Ziele für Olympia haben sich durch die Verschiebung um ein Jahr nicht verändert. Die Olympische Medaille ist weiterhin der große Traum des Segel-Duos. „Ich habe von keiner Nation mitbekommen, dass sie wirklich durchtrainieren konnten. Das heißt es sitzen diesmal alle im gleichen Boot, denn es mussten alle pausieren. So gesehen ist das für uns alle eine neue Situation und dadurch bleiben auch die Chancen für alle ähnlich“, ist Hussl der Einschätzung.

Ihre gute Performance des letzten halben Jahres wollen die Sportler nun festigen. „Das ist natürlich auch eine interessante Sache, mit der wir uns beschäftigen werden. Ich glaube, man kann immer besser werden und so gesehen werden wir auch auf nächstes Jahr unsere Trainingsschritte setzten“, so Bildstein abschließend.