Segel-Ass Zajac: „Bei Olympia bin ich wieder topfit“

Nacra17-Segler Thomas Zajac ist optimistisch für seinen Olympia-Auftritt. Zuvor steht noch ein Großereignis am Plan: die WM.

„Ganz o.k.“, lautete die Antwort von Nacra17-Steuermann Thomas Zajac auf die Frage nach seinem Gesundheitszustand. Zur Erinnerung: Im August (bei der Olympia-Testregatta im japanischen Enoshima) zog sich der 34-Jährige einen Innenbandeinriss im Knie zu.

Die Folge: viele fehlende Wasserstunden. Schon damals zeigte sich der Steuermann, der gemeinsam mit der Neusiedlerin Barbara Matz bei den Olympischen Spielen starten wird, optimistisch und meinte: „Es hätte auch schlimmer kommen können.“ Aktuell beziffert er seinen Fitness-Stand bei 70 Prozent.

„Der geht aber sukzessive rauf, in Japan bin ich topfit.“, so Zajac. Bevor aber endgültig in die Zielgerade Richtung Olympia-Ausrichter Tokio eingeschlagen wird, steht noch die Weltmeisterschaft 2020 am Pogramm. Von 9. bis 15. Februar segelt das Nacra17-Duo im australischen Geelong um Medaillen. Wobei Edelmetall für Zajac dabei gar nicht Priorität hat: „In erster Linie geht es uns um Wasserstunden, die ja nach meiner Verletzungspause fehlen.“

Seit knapp zwei Wochen sind Matz und Zajac in Australien, wo täglich trainiert wird. Mit der Weltmeisterschaft und der Ozeania-Regatta stehen zwei Bewerbe am Programm, die vor allem der Vorbereitung für die Olympischen Spiele dienen. Denn darauf liegt längst der volle Fokus.

„Können mit der Spitze mithalten“

In den Weihnachtsfeiertagen tüftelten die beiden Sportler am Material. Zwei Boote darf jedes Team mit nach Japan nehmen. „Und da wollen wir natürlich mit zwei sehr guten dabei sein“, so Zajac, der wie 2016 in Rio – wo er mit Tanja Frank Bronze holte – erneut einen Stockerlplatz anpeilt. „Wir haben zuletzt bewiesen, dass wir an guten Tagen absolut mit der Weltspitze mithalten können“, ist der 34-Jährige auch optimistisch, was einen absoluten Spitzenrang beim kommenden Großevent in Japan betrifft.

Denn die Zielsetzung ist klar: „Wir wollen um Medaillen segeln und werden alles daran setzen, um auch Edelmetall zu holen.“ Klar ist für Zajac aber auch: „Da muss vieles zusammenpassen, einfach wird es sicher nicht – die Luft an der Spitze ist sehr dünn.“

Und weil Edelmetall bei den Olympischen Spielen im Fokus steht, wird möglicherweise auf einen weiteren Titelbewerb verzichtet. Die Europameisterschaft, die Mitte Mai in Italien über die Bühne geht, wird ziemlich sicher ohne Zajac/Matz stattfinden. „Weil wir zu diesem Zeitpunkt eher im Olympia-Revier testen werden“, begründet Zajac den Schritt. Denn nach der Rückkehr aus Australien zählt nur noch eines: „Und das ist der Blick Richtung Tokio.