Corona zum Trotz – Wikinger lassen sich das Segeln nicht nehmen

Corona ist selbst im norwegischen Stavanger, einer der nördlichsten Städte Europas angekommen. Aber das hindert die Wikinger nicht daran, aufs Wasser zu gehen. Mit brachialem Ausgang.

Olai Hagland, Markus Hagen und Geir Grøttjord lassen sich nicht durch einen kleinen Virus vom Segeln abhalten. Der hat tatsächlich seinen Weg bis hoch in den Norden Europas gefunden und in Norwegens viertgrößter Stadt Stavanger mit 200.000 Einwohnern knapp hundert Menschen infiziert.

Insgesamt liegt Norwegen mit etwa 3000 positiven Test Fällen in der Liste pro 100.000 Einwohnern auf Platz vier. Schulen, Restaurants und Grenzen sind geschlossen. Und die Regierung hat für heute Entscheidungen zu einem möglichen, schärferen Lockdown angekündigt.

Vom Wasser aber kann man Wikinger nicht ausschließen. Die junge Crew aus Stavanger hat sich an diesem Dienstag ihre Bavaria B/One gegriffen und die Starkwindbedingungen vor der Küste für einen actionreichen Ritt in die junge Saison genutzt.

Die Jungs an Bord juchzen begeistert bei den ersten Wellen-Surfs. Man kann neidisch werden! – Dann ein Krachen. Der Mast kippt nach Luv aus dem Boot. “Das Leewant ist gebrochen”, sagt Hagland auf Anfrage von SR. “Wir haben es aber geschafft, die Überreste einzusammeln und an Land zu bringen.”