Ohne Zuschauer, aber mit Knalleffekt: St. Petersburg feiert die purpurroten Segel

"Rote Segel", ein Fest von Schulabgängern in St. Petersburg (Archiv)
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Eigentlich feiern Jugendliche in Sankt Petersburg Jahr für Jahr im Juni ihren Schulabschluss. Die riesige Feier mit Musik und Feuerwerk ist ein Großereignis in der Stadt, in diesem Jahr war es etwas anders. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie waren keine Zuschauer zugelassen und der Namensgeber des Ereignisses, ein Schiff mit purpurroten Segeln, blieb auf offener See.

„Ich bin ein bisschen enttäuscht, aber ich glaube, es war die richtige Entscheidung, heute nicht zu feiern, weil es sehr gefährlich ist“, so eine Jugendliche.

Eingebettet ist das Volksfest in die sogenannten Weißen Nächte rund um die Sommersonnenwende. Auch wenn diesmal keine Zuschauer vor Ort dabei waren: Knalleffekte gab es in Sankt Petersburg viele.

Das Fest wurde erstmals 1968 veranstaltet und 1979 eingestellt. 25 Jahre später beging es seine Rückkehr und hat sich seitdem erheblich vergrößert und ausgeweitet.