Bayern: Erste Regatta, aber Chiemsee-Liga-Start abgesagt

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Die jüngsten Corona-Lockerungen in Bayern deuteten auf einen Start der Segelsaison im Süden hin. Aber die Absage des Segel-Bundesliga-Auftakts am Chiemsee ist ein Rückschlag.

Die Nachricht auf der Website des Chiemsee Yacht-Clubs hört sich schon fast euphorisch an. “Achtung, Achtung: Erste Abendregatta am Freitag den 26. Juni. Wir freuen uns über zahlreiche Teilnahme.” Und der Bayerische Seglerverband freute sich, “dass wir den Trainings – und Sportbetrieb einschließlich der Regattaaktivitäten wieder aufnehmen können.” Die 6. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung mache es möglich.

Prompt starteten am Samstag auf dem Stanberger See zehn Boote der L95 Flotte des Bayerischen Yacht-Clubs zu einer eintägigen Regatta. Allerdings durften nur zwei statt drei Segler ab Bord wegen der nach wie vor gültigen Abstandsregel von 1,50 Metern. Dennoch gingen fünf Rennen über die Bühne. Oliver Gück und Thomas Klug siegten vor Marcus Brennecke mit Jochen Schümann.

Es schien alles auf einem guten Weg in Bayern. Und so bereitete sich auch der Chiemsee Yacht-Club weiter gewissenhaft auf die Ausrichtung des Saisonstarts der Deutschen Segel-Bundesliga (DSBL) vom 17.-19.07.2020) vor. Aber nun hat die Behörde doch keine Genehmigung erteilt. Die DSBL teilte in einer Mitteilung an die Team-Manager mit: “Wir geben zusammen unser Bestes, damit wir für den Süd-Spieltag im Herbst einen neuen Termin finden.”

Die Regatta soll nun in den Norden verlegt werden. In Schleswig Holstein darf schon eifrig mit Crew gesegelt werden. Und der TSV Schilksee, die Segler-Vereinigung Kiel sowie der SC Baltic wollen einspringen. Aber auch diese Option harrt noch der Genehmigung durch das Gesundheitsamt. “Die Gespräche mit den Behörden laufen auf Hochtouren.”

Eine schriftliche Zusage werde in den nächsten Tagen erwartet. Wenn aber schon die Kieler Woche grünes Licht bekommen hat mit mehr als 2000 Seglern, scheint es auch nicht unwahrscheinlich, dass die 144 Teilnehmer der 1. und 2. Liga geltende Anti-Corona-Auflagen einhalten können.