Segelteam flog mit Katamaran über den See

Das neue Schweizer Segelteam Black Star Sailing ist aktuell auf Promotour in Zürich.

 
 
 

Normalerweise misst sich Black Star Sailing mit Teams wie Alinghi. Nun ist das neue Schweizer Segelteam für kurze Zeit auf dem Zürichsee unterwegs.

Ein Hauch von America’s Cup am Seeufer, obwohl es dauerte, bis der 16 Meter lange, zweiteilige Mast stand und die Segel montiert werden konnten. Christian Zuerrer und zwei seiner Mannschaftskollegen liessen sich bei der Millimeterarbeit von neugierigen Blicken der Passanten nicht stören. Endlich war der schwarz glänzende Katamaran beim Hafen Wollishofen zusammengebaut.

Das neue Schweizer Segelteam Black Star Sailing ist auf Tour in der Limmatstadt. «Wir möchten Werbung machen für unseren Rennsport», erklärt Zuerrer. Dieses Jahr nahm «Black Star» zum ersten Mal an der Great Cup (GC) 32 Racing Tour teil. Diese machte 2019 Station in Mallorca, Portugal, Sardinien und am Gardasee. Im November folgt das letzte Rennen im Oman. Auch der Unternehmer Ernesto Bertarelli segelt an dieser Tour mit seinem Team Alinghi um die vordersten Plätze. 2003 hatte Alinghi als erstes europäisches Schiff den America’s Cup gewonnen.

Besonders bei der GC 32 Racing Tour ist, dass alle Katamarane gleich gebaut sind. «Damit halten sich die Kosten im Rahmen und Teams mit kleinerem Budget wie wir können mitsegeln», sagt Zuerrer. Die seglerischen Fähigkeiten sollen im Vordergrund stehen und nicht die finanziellen Möglichkeiten.

Der zehn Meter lange und sechs Meter breite Tragflügel-Katamaran kann Geschwindigkeiten von bis zu 40 Knoten erreichen, was über 70 Kilometer pro Stunde entspricht. Dank sogenannten Foils, Schwertern, die das Schiff aus dem Wasser heben, wirkt es, als würde die «Black Star» über den Zürichsee fliegen.

Seglerinnen und Segler gesucht

Das Segelteam rund um Skipper Zuerrer besteht aus nationalen und internationalen Sportlern. «Wir stehen jungen Seglerinnen und Seglern offen, die das Regatta-Metier kennenlernen möchten», sagt Zuerrer. Einen gewissen Erfahrungsschatz sollte man aber mitbringen. «Und die Bereitschaft zum Reisen», fügt der Segler an.

Noch mindestens bis zum 2. Oktober wird das Boot auf dem Zürichsee zu sehen sein.