Opti-Spaß-Tage Westensee: Erste Schritte für kleine Segler

Mia (11, links) und Luise (8) liegen auf der Fahrt zur nächsten Boje gleichauf.

 
 
 

Pinne, Mast, Segel und der launische Wind: Zum 18. Mal probierten sich Nachwuchssegler im Rahmen der Opti-Spaß-Tage des Ruder- und Segelvereins Westensee auf dem Wasser aus. Und dazu gehört nicht nur ein Überblick über die Begrifflichkeiten des Segelsports, sondern auch eine Portion Geduld.

Westensee. Peitschte der Wind am Vortag noch über den Westensee, füllt die Segel heute nur ein laues Lüftchen. „Wir müssen alle mal pusten“, scherzt Zoe (9). Mia (11) fordert Starthilfe von Thorsten, Sportwart beim Ruder- und Segelverein Westensee (RSVW), der den Nachwuchsseglern vom Motorboot aus Tipps gibt. „Die Bedingungen sind für die Gewöhnung gar nicht schlecht“, sagt er. Denn für die Acht- bis Elfjährigen ist es heute der erste Tag auf dem Wasser. „Es ist ein Angebot für Kinder, die das Segeln lernen wollen. Von daher starten sie alle auf dem gleichen Niveau und gehen gleich unbedarft an die Sache heran“, sagt Stefan Beuster, der den viertägigen Opti-Spaß seit Jahren organisiert.

Theorie gehört dazu, wird aber nicht überstrapaziert

Das RSVW-Event startet jedes Jahr mit der Theorie und Trockenübungen an Land. „Erstmal geht es um die Grundkenntnisse und Bestandteile des Bootes“, sagt Jugendwart Jakob Lübbe, der die Kinder seit ein paar Jahren beim Ferienangebot das Segeln lehrt. An Land werde zunächst geübt, mit welcher Hand man Pinne und mit welcher man die Schot greift oder wie man den Kurs verändert. „Wir strapazieren die Theorie aber auch nicht über“, sagt Lübbe.

Kinder werden schnell sicherer

Am besten lernen die Segelanfänger auf dem Wasser. Sport- und Jugendwart begleiten die ersten Schritte auf dem Wasser vom Motorboot aus, zeigen an, wie die Bojen angesteuert und die Wende gefahren werden soll. Vor Wasser und Wind sollten die Kinder Respekt haben, aber keine Angst, sagt Lübbe. „Wir geben gleich Rückmeldung. Die Kinder lernen aus ihren Fehlern, sie werden sicherer und nach der fünften Runde läuft das“, weiß der Jugendwart aus Erfahrung.

Mia (11) findet auch das Auf- und Abbauen „cool“

Und es läuft – wenn auch langsam, der schwache Wind fordert vom Segelnachwuchs vor allem Geduld. Die längste Ausdauer beweist Luise (8), die auch dann noch ihre Bahnen zieht, als Paul (9), Leo (10) und Maxi (9) ihre Segel gegen Paddel eingetauscht haben und zur Wasserschlacht aufrufen. Später an Land legen die Segelanfänger ihre Ausrüstung ordentlich zusammen. Für Mia ist auch dieser Teil des Segelns „cool“. „Es ist wichtig, dass man weiß, wie man auf- und abbaut und wie die einzelnen Teile heißen“, sagt sie.

Geputzt werden die Boote auch noch. „Das gehört zum Segeln dazu“, sagt Stefan Beuster. Traditionell endet das Ferienangebot am Sonnabend mit einem Grillfest und dem Vorsegeln für die Eltern. Bleibt den Nachwuchsseglern nur eines zu wünschen: etwas mehr Wind.