Aira 22: Große Klasse für kleines Budget

Die Aira 22 ist Daysailer, Sportboot und Ausbildungsschiff in einem. Die ersten Bilder vom YACHT-Test mit der kleinen smarten Alleskönnerin aus Holland

Auf der Messe in Düsseldorf waren sie der Hingucker bei den kleinen Booten in der Halle 15. Die neue Marke Aira Boats war dort gleich mit zwei Schiffen vertreten, attraktiv und in bunten Farben präsentiert. Spezielle Aufmerksamkeit erregte insbesondere auch das Preisschild: 14.500 Euro stand da drauf, für das komplette Boot in der Basis-Ausführung, inklusive Segel und inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer. Damit setzt Aira Boats preislich neue Maßstäbe bei den kleinen Kielbooten; günstiger geht es kaum noch.

Interessant ist aber nicht nur der Preis, sondern auch das Konzept. Die Aira 22 soll eine moderne, attraktive Neuinterpretation der klassischen niederländischen Wanderjolle sein, frische Konkurrenz also für die vor allem in Holland tausendfach gebauten Boote der Klassen wie Polyvalk oder Randmeer. Und das Konzept Aira verfolgt ähnliche Ziele. In der Basisausführung als „Club Sailer“ kommt das Schiff in einfachster Ausstattung nur mit Groß und Fock und soll sich damit vor allem für die Ausbildung in Segelschulen anbieten. In der Version „Daysailer“ wird die Aira 22 zudem mit Cockpitpolstern und einem Elektromotor im Schacht ausgestattet; der Aufpreis beträgt etwas mehr als 3.000 Euro. Für die Variante „Match Racer“ wird das Boot mit Gennaker und mit einem ausziehbaren Bugspriet versehen., diese Option kostet 1300 Euro zusätzlich. Natürlich lassen sich auch alle Extras kombinieren, so wie bei unserem Testschiff.

Die Konstruktion des 6,50 Meter langen offenen Kielboots kommt aus dem Büro von Simonis/Voogd. Gebaut wird die kleine Holländerin wahlweise mit kurzem Festkiel oder mit einem aufholbaren Hubkiel in T-Form. Damit kann die Aira 22 einfach über die Rampe geslippt und unkompliziert auf dem Trailer transportiert werden.