Wild Oats XI verliert Titel bei Segelklassiker an Comanche

Ernüchterung für das Team der Maxi-Jacht Wild Oats XI nach dem Rekordsieg beim Segelklassiker Sydney-Hobart: Die Crew wurde am Donnerstag nachträglich mit einer Zeitstrafe von einer Stunde belegt und verlor damit den am Vortag schon gefeierten Titel.

Hintergrund ist ein Protest des zweitplatzierten Rivalen LDV Comanche, mit dem Wild Oats XI zu Beginn der Regatta im Hafen von Sydney beinahe kollidiert war. Die internationale Jury urteilte nach mehr als dreistündigen Beratungen, Wild Oats XI habe nicht genügend Abstand zur Comanche gehalten.

Mit der Zeitstrafe von einer Stunde geht der Sieg auf der Strecke Sydney-Hobart nun an das Team Comanche, das 27 Minuten nach Wild Oats XI im Zielhafen auf der zu Australien gehörenden Insel Tasmanien eingelaufen war. Beide Jachten unterboten den bisherigen Rekord auf dieser Strecke um vier Stunden und 40 Minuten; den Rekord hält nun aber Comanche.

Comanche hatte den Großteil des Rennens über 628 Seemeilen geführt, doch das schmalere Boot Wild Oats XI konnte die schwächeren Winde auf dem letzten Streckenteil Medienberichten zufolge besser nutzen. Nach einem Tag, acht Stunden, 48 Minuten und 50 Sekunden lief die Jacht am Mittwoch in Hobart ein.

An der 73. Auflage des Langstreckenklassikers hatten 102 Jachten teilgenommen. Die einzige deutsche Jacht im Feld, die knapp 16 Meter lange Rockall mit ihrem Besitzer Christopher Opielok, lag an elfter Stelle, als das Ruder brach und das Boot ausscheiden musste.